Demokratie, Islam und die Suche nach Zugehörigkeit mit Seyran Ateş

Shownotes

In der ersten Folge von Rushd Hour spricht Tugay Saraç mit der Juristin, Autorin, Frauenrechtlerin und Gründerin der Ibn Rushd-Goethe Moschee, Seyran Ateş. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die Fragen, die viele junge Menschen heute beschäftigen: Was bedeutet Demokratie in einer Zeit zunehmender Polarisierung? Warum fühlen sich manche Jugendliche von radikalen Stimmen in sozialen Medien angezogen? Und welche Rolle spielen Identität, Religion und Zugehörigkeit dabei?

Seyran Ateş spricht über ihre persönlichen Erfahrungen als Menschenrechtsaktivistin, über Bedrohungen, die sie seit Jahrzehnten begleiten, und darüber, warum sie trotz aller Herausforderungen Optimistin geblieben ist. Dabei geht es auch um die Entstehung der Ibn Rushd-Goethe Moschee und die Frage, weshalb liberale muslimische Räume heute wichtiger sind als noch vor einigen Jahrzehnten.

Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf Social Media und der Anziehungskraft extremistischer Akteur*innen. Warum erreichen islamistische Influencer und Prediger so viele junge Menschen? Welche Bedürfnisse sprechen sie an? Und weshalb reichen Warnungen allein nicht aus, um Jugendliche für demokratische Werte zu gewinnen? Seyran Ateş erklärt, warum Identität, Anerkennung und das Gefühl von Zugehörigkeit dabei eine zentrale Rolle spielen.

Außerdem sprechen Tugay und Seyran über Berlin als Stadt der Freiheit, über die Bedeutung demokratischer Kultur und darüber, weshalb gesellschaftlicher Zusammenhalt mehr braucht als politische Schlagworte. Die Folge beschäftigt sich mit der Frage, wie demokratische Gesellschaften auf Extremismus reagieren können, ohne selbst ihre Offenheit zu verlieren.

Eine Folge über Demokratie, Religion, Freiheit und die Verantwortung, jungen Menschen Orientierung in einer komplexen Welt zu bieten.

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Links zur Folge

Gast: Seyran Ateş

Website: https://seyranates.de/

Ibn Rushd-Goethe Moschee: https://www.ibn-rushd-goethe-moschee.de/

Instagram: https://www.instagram.com/rushdhour_podcast/

TikTok: https://www.tiktok.com/@rushdhour_podcast

Transkript anzeigen

00:00:08: Herzlich willkommen zu unserer ersten Folge Rushed Hour, dem neuen Podcast der Yggdrasht Göte Moschee.

00:00:14: Dieser Podcast oder dieses Projekt wird gefördert vom Bezirksamt Mitte.

00:00:18: dafür sind wir sehr dankbar.

00:00:20: in diesem podcast wird zum verschiedene Themen gehen also natürlich einmal um die persönlichen Perspektiven unserer Gäste aber auch insgesamt um Social Media Desinformation Radikalisierung.

00:00:32: darüber wollen wir sprechen.

00:00:34: als unseren ersten Gast haben wir Cédan.

00:00:37: Arthèche, danke, dass du gekommen bist.

00:00:39: Danke Tugay!

00:00:40: Ja, Céden ist meine Tante wie die meisten wahrscheinlich wissen.

00:00:44: Thaise nenne ich sie normalerweise.

00:00:45: für den Podcast, sag' ich Cédern damit es keine Verwirrung gibt.

00:00:49: Cédon Du bist Autorin, Menschenrechtlerin, Juristin.

00:00:53: Du hast deine... eigentlich dein ganzes politisches... ne nicht dein Ganzes, du hast sehr früh angefangen den größten Teil deines politischen Lebens als Anwältin gearbeitet.

00:01:03: Hast Frauen vertreten, die von ihren Männern oder von ihren Familien insgesamt bedroht werden Gewalterfahren durch ihre Familien und hast nach Jahrzehnten Arbeit.

00:01:18: du hast in den Achselgern angefangen.

00:01:22: Das ist jetzt fast zehn Jahre her.

00:01:24: wir sind im neunten Jahr die Ibn-Rush Götemursche gegründet.

00:01:29: Das war jetzt ein sehr kurzer Abschnitt deines politischen Wirkens.

00:01:33: Danke noch mal, dass du hier bist und da wir in einer sehr lebendigen Zeit leben eine Zeit die von Krisen geschüttelt ist würde ich dich gerne fragen wie es dir gerade eigentlich geht?

00:01:50: Das ist tatsächlich eine gute Frage auch für diesen Gesamtkomplex sich einfach die Frage zu stellen, wie geht es uns?

00:02:01: Wie geht das jedem Einzelnen aktuell bei all den Dingen, die gerade auf der Welt passieren auch hier in dieser Stadt.

00:02:09: Und ich kann sagen dass es bei mir so zwischen Verzweiflung und großer Hoffnung sich bewegt.

00:02:15: als eine unverbesserliche Optimistin sehe ich tatsächlich immer wieder gut aber im Grunde genommen fühle ich mich teilweise so schlecht politisch, auch in meinen Wirken und in meinen Wünschen und Visionen.

00:02:33: So schlecht wie es schon lange nicht mehr der Fall war oder vielleicht zum ersten Mal so verzweifelt weil diese großen Krisenstimmungen die gab's in meinem Leben nicht.

00:02:43: In meinen zwanzigern, dreißigern blicke ich manchmal zurück denke ich war irgendwie entspannter.

00:02:49: Vielleicht ist das ja diese komische Erzählung von alten Leuten, die dann immer wieder auch mich als junger Mensch gergert haben.

00:02:59: Und jetzt komme ich langsam in dieses Alter wo ich denke... Ich blicke zurück und denke es war mal besser oder früher war besser will ich gar nicht sagen.

00:03:08: aber ich habe tatsächlich politisch bessere Zeiten meine ich auch emotional erlebt und deshalb geht es mir gut und schlecht gleichermaßen Jedenfalls als erstes.

00:03:23: Und ich will auch noch damit beginnen, dass wir uns bedanken beim Bezirksamt, dass Wir dieses Projekt machen dürfen und das ist auch ein weiterer Aspekt wie es mir geht.

00:03:35: Ich bin nach wie vor wirklich jeden Tag dankbar!

00:03:40: Ich bin dankbar, dass ich lebe Dass ich auf der Welt bin, dass sich noch lebe.

00:03:45: Es gibt ja genug Leute die nicht wollen dass ich Lebe.

00:03:47: Das ist vielleicht jetzt super tätig aber sehr viele Menschen werden das wissen.

00:03:53: Ich lebe ja unter Personenschutz und ich lebe immer wieder hinter dieser Bedrohungssituation, deshalb will ich das gerne betonen.

00:04:01: Also ich bin froh und dankbar dass ich lege, das ist was Besonderes.

00:04:05: Das denken viele gar nicht, das Leben als was Besonders dankbar, wofür man dankbar sein sollte Und da hast du vorhin zum Beispiel meine Anweishezigkeit erwähnt und die vielen Frauen, die ich vertreten habe.

00:04:20: Und auch die vielen anderen Menschen also sind ja nicht nur Frauen.

00:04:24: Auch hier in der Moschee begegnen wir doch Menschen, die darum sich sorgen müssen dass sie getötet werden könnten dafür das sie schwul sind lesbisch sind trans sind etc.

00:04:35: Das machen sich viele Menschen gar nicht bewusst.

00:04:38: Und ich bin dankbar, dass die Moschee jetzt neun Jahre alt wird in diesem Jahr und nächstes Jahr zehn Jahre alt und da merkst du, kommt sofort ein Lächeln in mein Gesicht weil ... Du weißt ja auch wie viele tolle Menschen hierher kommen.

00:04:52: also wir über das ganze Jahr aus aller Welt hier Menschen begrüßen.

00:04:57: das macht mich glücklich und dankbar.

00:04:59: Also dieses Element trägt mich am Ende des Tages.

00:05:04: Ja, du selbst hast erlebt diese bedrohliche Lage.

00:05:08: Du lebst unter Polizeischutze, warum das nicht zu verschweigen?

00:05:12: Jetzt auch am Anfang wurdest in den achtziger Jahren bereits angeschossen von einem wahrscheinlich höchstwahrscheinlich von einem türkischen Rechtsextremisten.

00:05:21: Das heißt es ist vollkommen klar dass für dich das Leben selbst einen großen eine große Rolle, einen großen Wert einnimmt.

00:05:32: Ist ein Geschenk!

00:05:33: Es ist wirklich

00:05:34: ein Geschehn und da spielt meine spirituelle Seite eine große Role.

00:05:39: Viele Menschen packen mich ja so gerne in diese Box der politischen Aktivistin, der Feministin die Anwältin Juristin sehr sachlich und sehr sortiert im Sinne von dies vernünftig, diesbei verstand.

00:05:56: Und ich erwähne das deshalb weil Wer so vernünftig ist und bei Verstand, der kann doch nicht an Gott glauben.

00:06:02: Also viele Menschen haben mich sehr gerne in dieser Box als die engagierte Anwältin, als die engageierte Frauenrechlerin, die mit den harten Themen und den realen Themen des Lebens zu tun hat.

00:06:18: Und dieses Spirituelle oder der Glaube an Gott, das passt ja gar nicht zu dieser Person.

00:06:27: Das ist tatsächlich auch ein Element, über das ich sehr gerne Menschen aufkläre oder versuche darüber zu sprechen.

00:06:33: Wenn das Setting dafür da ist, dass eben genau dieses Element in mir ja auch schwebt und vor allem dieses Nahtoderlebnis was ich hatte als ich angeschossen wurde und alles was danach folgte.

00:06:45: Das hat auch seine Konsequenzen, also darin begründet... ist auch die Gründung der Moschee unter anderem.

00:06:56: Es gibt viele Motive, viele Gründe für den Moschey aber... Auch das ist ein Element, dass ich diesen Anteil habe!

00:07:02: Dass ich tatsächlich ein gläubiger Mensch bin.

00:07:06: Ja ja du bist nicht nur Juristin, du bist auch Pilgerin.

00:07:11: Ja genau

00:07:12: deswegen mich würde dann jetzt interessieren Du hast gerade gesagt, Du hattest noch nicht so sehr diese Krisenstimmung wie Du siehst aktuell hast.

00:07:22: Sehr interessant, finde ich auch nicht.

00:07:26: Aber du hast ja den Kalten Krieg nicht in seiner Hochzeit in den Sechzigern erlebt.

00:07:32: Du warst schon auf der Welt aber du hast ihn nicht erlebt und spürst trotzdem gerade heute diese Krisenstimmung.

00:07:39: gibt es etwas was dich besonders beschäftigt also diese eine Sache die dir da am Kopf schwebt aktuell?

00:07:47: Also zunächst einmal zu dem kalten kriege.

00:07:51: Da hab ich, glaub ich schon etwas mehr erlebt als deine Generation natürlich.

00:07:55: Und viele andere vielleicht auch auf der Welt weil ich mit sechs Jahren nach Berlin kam.

00:08:03: Das heißt also die Mauer war schon als Kind.

00:08:08: Ich war sechs und die Mower war acht.

00:08:11: Also das macht schon was mit einem.

00:08:14: Wir waren in dieser Stadt in West-Berlin umgeben von der Mauer und da als Kind aufzuwachsen, also mit sechs Jahren, sieben, acht Jahren zu erfahren dass man von so einer Mauer umschlossen ist.

00:08:30: Das war schon irritierend!

00:08:32: Also in der Schule hat man uns das erklärt und als wir hier ankamen mit unseren Eltern, ich mit meiner Mama, neunundsechzig am Bahnhof Zoo habe ich doch nicht realisiert, dass sich in West-Berlin ankomme auf der Großfläche, der DDR und innerhalb Westberlins.

00:08:53: Also das hat schon in meinem Leben was bedeutet.

00:08:58: Da habe ich schon durchaus etwas erlebt und ich will jetzt nicht sagen dass sogar diese Zeit besser war als die heutige Zeit.

00:09:05: aber West Berlin war in den Achtzigern da wo ich im politisch sehr aktiv war vor allem tatsächlich Eine Insel der Seligen im Sinne von Freiheit.

00:09:19: Es schrie hier wirklich alles nach Freiheit, nach Demokratie, es schrie alles nach Widerstand weil wir eben in diesem West-Berlin umgeben von der deutschen demokratischen Republik die für nichts anderes so sehr stand wie für Unfreiheit ja deshalb hat das mich schon schon bewegt in dieser Zeit.

00:09:42: Und ich bin sehr sensibilisiert für diese totalitären Herrschaftssysteme, die Menschen Freiheit nicht erlauben, wenn sie an der Macht sind und regieren das hier Menschen die Freiheit nehmen.

00:09:58: Das war jetzt so zu dem Kalten Krieg noch.

00:10:00: Währenddessen habe ich die ursprungsfrage nämlich vergessen.

00:10:06: Die war, was dich aktuell besonders beschäftigt.

00:10:09: Aber ganz ... Ich würd gern dazu noch etwas ergänzen.

00:10:12: Ich war ja jetzt gerade in Porto zufällig zum Nationalfeiertag Portugals.

00:10:19: Porto liegt in Portugal?

00:10:20: Genau!

00:10:21: Zufälligs zum National Feiertag Portugals der fünfundzwanzigste April.

00:10:26: und genau passend zu deinem Punkt von West-Berlin hab ich da was erlebt.

00:10:31: Das habe ich in Deutschland noch nicht erlebt.

00:10:33: Am fünquenzwanzigsten April vor zweiundfünfzig Jahren hat die Bevölkerung Portugal als die Diktatur gestört, die faschistische Diktatur.

00:10:42: Und die Menschen feiern das heute noch in Massen.

00:10:48: Ich kenne diese Massen in diesem Marsch eigentlich nur von dem CSD in Berlin aber in Messen wurde da mit Feuerwerk gefeiert, die Demokratie gefeirert und es wurde in Masten gelaufen.

00:11:03: also so eine Parade eine große Demonstration wie beim CSD und da habe ich mir gedacht, wow die Leute feiern hier ihre Demokratie.

00:11:12: Ich hab wirklich Gans out bekommen, ich habe denen dazugeschaut, wie sie ihre Slogans rufen.

00:11:16: wir haben die übersetzt um uns dann in die Lage hineinzuversetzen Und ich dachte mir, warum haben wir das eigentlich nicht?

00:11:22: Unsere letzte Diktatur ist vor nicht mal vierzig Jahren gestürzt worden.

00:11:27: Warum haben wir es heute nicht?

00:11:29: Die Freiheit

00:11:29: führt das Volk und ... Wir sind das Volkkram die Menschen geschrien und diese Mauer niedergerissen tatsächlich.

00:11:36: Und ich bekomme Gänsehaut auch also wenn du das erzählst.

00:11:39: Ich bekam Gänselhaut, wenn ich an neunundachtzig denke.

00:11:42: Also gefühlt habe ich zwei Jahre geweint vor Freude weil die Mauer weg war.

00:11:47: Und wirklich, ich bekomme Gensout wenn ich an diese Zeit nur denke was das für ein Gefühl war.

00:11:52: Das war so ein Befreiungsschlag und dennoch hat dieses Land es nicht geschafft diese Wiedervereinigung auch als Wiedervereinigung mit einem Nicht-Nationalsozialistischem natürlich nicht ja also aber trotzdem mit einem nationalen Gefühl zu feiern.

00:12:12: Das kann ich so aussprechen weil ich aus der Türkei komme Mein Papa Kode, meine Mutter Türkin.

00:12:18: Die haben durchaus einen gewissen Stolz für das Land und das habe ich in den Achtzigern schon vermisst.

00:12:24: In den Neunzigern dann erst recht... ...in den linken Kreisen vor allem.

00:12:29: Darf man ja sowas gar nicht sagen?

00:12:30: Da wird man ja gleich als Faschist ausgemacht.

00:12:33: Man ist sofort rechts!

00:12:34: Man wird aktuell auch immer in die rechte Ecke gestellt wenn man von solchen Dingen spricht Wenn man von der Fahne spricht, die da geschwungen wurde zum Beispiel jetzt in Porto.

00:12:43: Ich habe ja die Bilder gesehen, die ihr mir geschickt habt.

00:12:48: In vielen anderen Ländern ist das genauso.

00:12:49: Ich hab Nationalfeiertage auch erlebt in anderen Ländern, z.B.

00:12:53: auch in Norwegen oder in Spanien und der Türkei.

00:12:57: sowieso wissen wir ja.

00:12:59: Passiert das?

00:13:00: Nein, in Deutschland ist das sehr schwierig wegen der Vergangenheit.

00:13:04: Und ja, das kann man akzeptieren.

00:13:06: Trotzdem, und da sage ich immer wieder aber es muss auch tatsächlich sich etwas ändern was das anbelangt.

00:13:15: Die Demokratie muss gefeiert werden.

00:13:18: der dritte oktober müsste genau so ein fest sein eigentlich für ganz deutschland und nicht irgendwie dass zentral an einem ort in Deutschland dann eine große feier ausgerichtet wird und ansonsten liegt das ganze Land an dem Tag irgendwie brach, weil es ein Feiertag ist und die Leute gehen grillen oder machen sonstige Dinge.

00:13:42: Und es gibt einige Moschee, die haben das gekapert für sich diesen Tag als Tag der offenen Moschee.

00:13:48: Das lässt man auch noch zu, das finde ich ganz dramatisch in Deutschland.

00:13:52: Ich wünschte mir auch, dass der dritte Oktober mit einem... fahnen mehr mit Gesängen, mit Musik und mit Spaß an der Demokratie.

00:14:01: An diesem Land und der Befreiung gefeiert

00:14:04: würde.".

00:14:04: Ich würde mir so wünschen dass ich das noch erlebe.

00:14:07: wenn ich das nicht erlebe wünsche ich mir dass ihr das noch erlebt die nächste Generation oder die Generation den nach euch kommt dass das irgendwann hier funktioniert denn jedes land braucht ein zusammenhaltsgefühl einen Zusammenhalt.

00:14:25: Tag, auch im Sohn-Nationalfeiertag ist ja so ein Tag.

00:14:28: Wo man sagt in all der Pluralität und Diversität existieren wir hier nicht nur einfach nebeneinander sondern wir leben miteinander Und wir leben und lieben die Freiheit.

00:14:40: Wir leben und liegen diese Demokratie und dieses Land Dass man sagt hier in Deutschland auf diesem Land Also sogar im Namen drin.

00:14:50: Ja Auf dieser Fläche bestimmt die Demokratie unser Zusammenleben und das feiern wir.

00:14:57: Wir feiern unsere Verfassung, unser Grundgesetz.

00:15:00: Diese Verfassung ist so ein tolles Grundgesetz, eine tolle Verfassung wie kaum in einem anderen Land in dieser Welt.

00:15:09: Und es gibt in Deutschland wirklich sehr viele Dinge zu feiern aber sie werden sehr schnell als faschistisch nationalistisch, als rechtsverortet, als rückwärtsgewandt verkrustet was auch immer.

00:15:23: Ja, die ganzen Kulturfeinde kommen noch dazu.

00:15:26: Und selbst Hassa sage ich dazu ... Die Deutschland hassen wegen der Vergangenheit und auch wegen der Gegenwart und immer nur Dinge finden, warum man Deutschland hassn müsste.

00:15:38: Dass diese Leute machen die Stimmung schlecht und machen es unmöglich, dass man dieses Land feiern kann und darf.

00:15:45: Diese Stadt auch, die wir damals eben auch gefeiert haben für die Freiheit, die da möglich waren verschiedene Meinungen und Projekte.

00:15:55: Du konntest dich verwirklichen in Westberlin, in einer Art und Weise wie es im Rest Deutschland und der DDR ihm nicht möglich war.

00:16:03: Und all das ist uns, mein ich genommen worden von gewissen Kreisen die polarisieren, die an sich sind du musst nur so funktionieren wie ich funktioniere und von Bevormundung sind wir hier betroffen in eine Art und Weise, die ich auch aus dieser Zeit nicht

00:16:19: kenne.

00:16:20: Versteh ich dich dann richtig, dass genau diese Themen sind?

00:16:23: Diese Demokratie ... Ja eigentlich nicht.

00:16:26: Ich will nicht unbedingt Vertrossenheit sagen aber dieses Nicht-Demokratie-Feiern ist das was dich aktuell am meisten beschäftigt oder es ist eher etwas anderes?

00:16:35: Oh ja doch also es beschäftigt mich tatsächlich aktuell am allermeisten.

00:16:40: deshalb habe ich das Bildungswerk gegründet und auch das Projekt Demokratiemobil ins Leben gerufen womit wir wirklich großen Erfolg haben weil ich mir sage und weil ich erlebt habe, dass insbesondere die Kinder- und Jugend in unserem Land immer weniger verstehen was Demokratie ist.

00:16:58: Und auch immer weniger Menschen überhaupt Erwachsene auch wissen was Demokraties, wofür Demokratie steht.

00:17:04: Sie nehmen das gerne in den Mund.

00:17:05: Politiker halten Sonntagsreden In Talkshops wird darüber diskutiert und geredet aber Die Essenz, die Grundlage der Demokratie, ist ganz viel ab angekommen.

00:17:15: Einfach mal die Meinungsfreiheit aushalten.

00:17:18: Das ertragen kaum noch Menschen eine andere Meinung.

00:17:22: Es ertragen kaum noch einen anderen Form des Lebens.

00:17:26: Das meinte ich mit Bevormundungsgesellschaft, die wir inzwischen fast sind.

00:17:30: Dass Leute immer mehr meinen anderen vorschreiben zu müssen wie sie zu leben haben, wie sie lieben und denken haben vor allem.

00:17:39: Diese Denkverbote, die ständig da sind auch wenn sich wieder welche aufregen und mich sofort wieder in die rechte Ecke stellen dass ich sowas sage aber nein es geht genau um das und das bewegt mich gerade am allermeisten unserer Moscheeblick.

00:17:57: Die ganze Zeit denke ich, Leute so eine Moschee wäre irgendwo anders auf der Welt eben nicht möglich.

00:18:06: Deshalb ist sie hier in Berlin entstanden.

00:18:09: Nicht weil ich sehr dann attachiert bin sondern weil diese Stadt es ermöglicht.

00:18:14: In dieser Stadt das ist kein Zufall dass es genau in dieser Stadt auch passiert War es immer möglich, dass Pioniere und Vorreiterinnen und Vorreihter Dinge ins Leben gerufen haben?

00:18:26: Klar.

00:18:27: Ich will jetzt nicht arrogant wirken und den Lokalpatriotismus zu sehr hochhalten.

00:18:32: Klar gibt's überall auf der Welt großartige tolle Dinge die entstehen.

00:18:37: aber Berlin und Deutschland hat eben auch seine Besonderheiten und dazu gehört das es möglich ist, dass so eine liberale Moschee hier entstanden ist Nicht in einem islamischen Land und nicht in einem anderen europäischen Land.

00:18:50: Und du weißt, wir sind viele in europäischen Ländern gewesen mit der Bürgerinitiative Stop Extremism.

00:18:57: Erinnert dich ja?

00:18:58: In all diesen Städten Europas, in denen wir waren haben wir Gespräche geführt über den liberalen Islam und ob es möglich wäre dort eine solche Moschee zu eröffnen.

00:19:09: Wir kamen alle und auch die Leute vor Ort, die lokalen Verbündeten von uns.

00:19:14: Sie kamen alles zu dem Ergebnis?

00:19:16: Nein wir könnten das jetzt gerade nicht hier in dieser Stadt machen weil die Gefahr zu groß ist und wird zum Beispiel auch nicht den Schutz bekommen würden von dem Land.

00:19:25: also es sind Dinge die mich aktuell bewegen dass viele Menschen über Demokratie ich will das jetzt mal ganz frech Salop formulieren, labern.

00:19:37: Also halten wir es sind teilweise wirklich Gespräche oder Statements wie irgendwie so an dem blödesten Stammtisch.

00:19:46: ja hat so eine Qualität von nichts sagenden Sätzen so blasen weil am Ende des Tages diese Leute selber gar keine Demokraten sind.

00:19:58: das will ich mal so behaupten

00:20:00: Ja.

00:20:01: Wie hat Berlin dich denn geformt?

00:20:03: Was für einen Einfluss hatte Berlin auf dich in deinem politisch sein, aber auch im privaten?

00:20:09: Berlin hat tatsächlich eine gewisse politische Seele und auch ja ein Charakter der sehr spezifisch war insbesondere zu Mauerzeiten und ganz besonders wie so ein gallisches Dorf nicht ungebremst und ungezügelt Aber tatsächlich befreit im Sinne von alles ist möglich, was wir uns als Vision oder als Traum vorstellen.

00:20:43: Die Stadt hat energetisch allen Menschen Selbstentfaltung, Selbstbestimmung und Freiheit und politische Freiheit vor allem im Sinne davon entfesselt sein.

00:20:58: Befreit von vielen, vielen Ketten und Stereotypen geboten.

00:21:04: Deshalb weil Berliner halt umgeben von der Mauer auch aufgrund von Bundespolitik und Landespolitik immer in einer besonderen prekären Situation war.

00:21:17: Prekär in dem Sinne dass das von hier aus nicht jetzt eben als konnte ich als Hauptstadt sozusagen dienen und aus diesem Grunde haben sich hier aus Westdeutschland kommend viele Menschen versammelt, die beispielsweise nicht zur Bundeswehr gehen wollten.

00:21:37: Also es gab ganz einfach eine große Ansammlung von jungen Menschen, die zum Studieren hergekommen sind weil sie an der Freien Universität studieren wollten.

00:21:47: damals eben auch tatsächlich freie Universität für freies Denken für positiv ungezügliches Denken keine großen, verkrusteten alten Denkverbot.

00:22:01: Man hatte sich befreit durch die sexuelle Revolution.

00:22:04: Also ich kam ja neunzehntendertneunundsechzig nach Berlin da ging er die achten sechziger los.

00:22:09: das muss man auch wirklich immer wieder betonen das erzähle ich sehr gerne dass meine Eltern aus Anatolien meine Mama achtensechszig mein Papa neunundsächzig nach berlin in die sexuellere revolution hineingekommen sind.

00:22:22: das heißt All das dieser Geist, der sexuellen Revolution.

00:22:27: Der Aufbrüche, der Kämpfe, der Widerstände, der Studentenbewegung war greifbar fühlbar spürbar aber lebendig.

00:22:37: Es war in Berlin, indem ich aufgewachsen bin und ein politisches Berlin das mich geprägt hat als ich von Hause abgehauen bin also auch zu meiner Geschichte gehört dass sich mit Knapp achtzehn Jahren, also noch mit siebzehnt von Hause abgehauen bin.

00:22:51: Also diese Stadt bot so viel Freiheit da draußen, dass ich an dieser Freiheit partizipieren wollte und am Freien selbst bestimmten Leben.

00:22:58: Und das bot alles diese Stadt die Lehrer und Lehrerin, die ich hatte, die waren in dem Geist eben der sexuellen Revolution, im Geist der Sechziger weg von autoritärer Erziehung hin zur anti-autoritärer liberalen Erziehungen.

00:23:13: Ich war beeinflusst von der Frauenbewegung Das war die zweite Frauenbewegung, alle schwarzer Emma.

00:23:22: Courage und die vielen Demonstrationen.

00:23:25: Heute ist der dreißigste April, die Waldprogestnachte, der erste Mai.

00:23:30: Die Demonstation an all diesen Demonstrations habe ich teilgenommen.

00:23:34: Mein Student hin in Leben war im Grunde genommen wirklich durchzogen und im positiven Sinne durchsetzt von politischem Widerstand als Linke, als Feministin, als Frauenrechtlerin.

00:23:47: Es hat mich alles geprägt und ich bin sehr dankbar dafür.

00:23:50: Und wenn man heute sagt Ich gehöre zu den Feministinnen der Achtziger oder ich bin aus den Achtzigern, dann wird man in eine bestimmte Box gesteckt und ich fühle mich da sehr wohl.

00:24:02: Also ich mag das dass sich in den Aachtzigern politisiert wurde weil es eine Politisierung war die meiner Ansicht nach echt links war und liberal.

00:24:15: Besetzerin Sympathisantin.

00:24:17: Ich war in einem ehemals besetzten Haus.

00:24:20: dann, da habe ich gelebt und hab in Selbsthilfe mit das Haus aufgebaut und ausgebaut.

00:24:25: In den Neunzehnten habe ich in Lichtenberg ein Haus mitbesetzt.

00:24:29: Das war alles das Ergebnis dieser politischen Haltung die ich aus dieser Zeit mitgenommen habe.

00:24:36: Und ganz wichtig, ganz am Ende war war es so, dass wir in den Wohngemeinschaften sehr gerne und sehr viel in Wohngemeinkeiten gelebt haben.

00:24:46: Dass wir unterschiedlichste Ansichten durchaus hatten, obwohl wir uns als Links verorteten.

00:24:54: Wir haben auch unsere Querelenstreitigkeiten gehabt und waren nicht hundertprozent identisch – das fand ich schön!

00:25:03: Es gab natürlich auch linke Gruppierungen, die Trotzkisten, die Maxisten.

00:25:07: Die ganz extrem linken.

00:25:11: Bei denen musste es der Kader entsprechend denken und handeln und Freundschaften pflegen.

00:25:16: Das wollte ich nie.

00:25:17: Ich war eher in linken Kreisen, in denen wirklich sehr viel verschieden links war.

00:25:22: Das habe ich genossen.

00:25:24: Demokratisch

00:25:24: halt genau.

00:25:25: Absolut echt demokratisch!

00:25:27: Und ich mochte diese... philosophischen, stundenlangen Gespräche.

00:25:32: Und natürlich wurden viel Alkohol getrunken und das eine oder andere auch geraucht.

00:25:37: also so diese Atmosphäre.

00:25:39: ich denke da gerne dran zurück dass man aber gleichzeitig neben all diesem Feiern und allen vielen Musik die wir gehört haben auch natürlich sein Studium gemacht hat also wirklich im Thema drin war und es wichtig war dass wir für die Zukunft was verändern.

00:25:56: Das alles Nimm mich mit aus dieser Zeit.

00:26:00: Das ist jetzt eine bisschen blöde Frage, aber ich will sie trotzdem stellen Wenn Berlin das alles bietet dir die Freiheit bietet also nicht nur dir sondern den Menschen in Berlin Warum braucht es dann hier diese Moschee?

00:26:17: wenn man überall sich diese Freiheit ja eigentlich schon abholen kann wenn überall Communities sind an die wir uns anschließen können wozu dann eine liberale Moschee.

00:26:27: Es ist überhaupt gar keine blöde Frage, also ich hätte mir in den achtziger Jahren niemals vorgestellt.

00:26:36: Das wollte ich auch noch fragen.

00:26:37: Niemals!

00:26:37: Brauchtest du das?

00:26:39: Hat das in den neunundsechzig Jahren die Du in Berlin warst bevor Du die Moschegel gegründet hast?

00:26:45: Neun und sechzig

00:26:49: bis Du gekommen, zweitausend...

00:26:50: Genau stimmt richtig

00:26:52: drin.

00:26:52: ...neunfuchzig Jahre hat das gefehlt und wenn ja ab wann hats gefehlte?

00:26:56: Also die ersten Jahre meines Lebens, als pült sich da ein bisschen auf keinen Fall.

00:27:02: Da hat das nicht gefehlt weil Religion so privat war, so intim dass wir jetzt nicht diese Orte in dem Mars gebraucht haben sondern jeder hat so ganz friedlich wenn überhaupt gläubig war dann das auch gelebt für sich, so wie mein Verständnis auch war.

00:27:19: Wir waren politisch aktiv, das private ist politisch.

00:27:22: wir haben viele Aktionen gemacht, Vereine gegründet gegen Rassismus ging alles mögliche gekämpft gegen AKW etc.

00:27:28: demonstriert für Frauenrechte am ersten Mal Arbeitertag et cetera und vieles war natürlich auch nicht gut.

00:27:35: also es waren nun übertrieben manches aber Am Ende des Tages, was die Religion anbelangt war.

00:27:42: Religion eher etwas, was verbunden wurde mit der katholischen Kirche, die wir ablehnten weil sie zu verkrustet war und das wars also es wurde.

00:27:52: Es wurde sehr wenig über den islam geredet.

00:27:55: Das war nicht Thema Und während ich als Gastarbeiterkind und als muslimin in die schule ging war Islam null thema war überhaupt kein thema Weil in unserer familie aus der türkei kommt Die religion auch was privates war dass Sticht man den Deutschen nicht ins Auge und das hat hier nichts zu suchen.

00:28:14: Das war so im Sinne von... Wir müssen das jetzt nicht nach außen demonstrieren und praktizieren.

00:28:21: Die wenigen Moscheen, die da langsam entstanden, waren in Ordnung.

00:28:24: Das hat gereicht für die Gastarbeiter.

00:28:26: Die meisten haben ihn nur zu Hause gebetet.

00:28:28: Für sie war es wichtig, dass Sie ihre Arbeit haben.

00:28:31: Wichtig war der Existenzkampf Geld für Brotrand zu schaffen.

00:28:36: Das war wichtig.

00:28:36: Es waren ganz andere Anliegen.

00:28:39: Was hat sich verändert?

00:28:41: sich immer mehr und weltweit hat sich das Thema Islam verändert.

00:28:45: Nach Nine Eleven hat sich es sowieso verändert, auch in dieser Stadt die Zahl der Muslime zugenommen hat, der Einfluss von außen so viel zugenommen hat dass Menschen, die vorher sehr privat und sehr intim auch ihren Islam gelebt haben plötzlich in eine Außenseiterrolle gedrängt wurden.

00:29:04: also während man noch als Frauenrechterin oder... selten, dass man da in die Moschee geht oder überhaupt.

00:29:11: In der Moschegit brauchte man ja nicht wie gesagt aber als schwuler Mann zum Beispiel wenn man da freitags in die moschee ging dann ging man halt einfach in die mosque.

00:29:21: und ich habe dann von schwulen Männern mitbekommen das immer mehr von Jahr zu Jahr das schwieriger wurde weil je öffentlicher das Thema debattiert wurde je mehr die Mehrheitsgesellschaft sich auch hin zur Akzeptanz Gleichgeschlechtlichen Paaren, Lebenspartnerschaftsgesetz war ein Punkt.

00:29:43: Kampf für die Ehe, für alle war einer.

00:29:46: Also all dieser Einfluss hat natürlich auch Einfluchs genommen in der Migranten-Community und je mehr das in der Mehrheitsgesellschaft Akzeptanz fand desto mehr Ablehnung in der migranten Community.

00:29:56: also diese Dynamik habe ich mitbekommen Und dann hab' ich über meine Mandantinnen mitbekomme dass der Islam immer mehr Einflugsnamen auch in ihr Leben Auch in die EHE auch in die Scheidung usw.

00:30:09: Und so kam es dann zu der Moschise, hat so einen Ort gebraucht oder braucht so ein Ort jetzt.

00:30:15: In den Achtzigern haben wir das nicht gebrauchen.

00:30:16: Wir brauchen den Neunzigern auch noch nicht und brauchen ihn jetzt weil sich der politische Islam ausgebreitet hat in einem Maß dass man dagegen was halten muss.

00:30:29: Das hat eigentlich genau damit zu tun.

00:30:31: ist es der politisch Islam gegen den wir ankämpfen, der den islam als friedliche Religion immer mehr verdrängt und Menschen immer weniger Raum zur Verfügung stellt und immer mehr Raum nimmt.

00:30:44: Der freien Lebensweise.

00:30:47: Es ist also in gewissermaßen auch von Anfang an als Gegenmodell gedacht?

00:30:53: Die Moschee

00:30:54: oder... Ja es ist schon ein bisschen auch als Gegen-Modell gedacht wobei Ich eigentlich das eher so formulieren wollte und würde auch heute noch, ich eröffne keine Moschee gegen die anderen.

00:31:11: Sondern ich eröffne eine Moschee für diejenigen, die sich in anderen Moschäen nicht abgeholt fühlen.

00:31:20: Also es ist für eine Community.

00:31:23: Und nicht gegen.

00:31:25: Was die Anderen in ihren Moscheen konservativ traditionell betreiben Das ist etwas, was ich teilweise ablehne.

00:31:34: Weil ich so nicht leben will aber niemals würde ich sagen die gehören jetzt alle verboten.

00:31:40: wenn sie verfassungsrechtlich sich am Boden unseres Grundgesetz befinden dann habe ich da keinerlei Probleme mit diesen Maschinen.

00:31:50: Wenn wir über muslimische Communities sprechen es eins sehr sichtbar das erleben wir auch in den Schulen und zwar dass der Zugriff auf Informationen, gerade bei jungen Menschen.

00:32:02: Aber nicht nur vor allem über Social Media passiert.

00:32:07: und da sehen wir einige Prediger meistens ins Männer aber es gibt zunehmend auch Frauen Salafistinnen und Salafisten die eine große Autorität haben bei Jugendlichen die hunderttausende Klicks und Likes bekommen wo mittlerweile auch schon klar ist, dass einige Leute die Anschläge verübt haben sich über diese Personen ohne jetzt Namen zu nennen radikalisiert haben.

00:32:35: Wie schaffen Sie es eine so große Zuhörerschaft zu bekommen während die Idee eines demokratischen Islams keine so große Popularität bei jungen Menschen scheinbar nicht erlangt?

00:32:50: Das hat viel mit Identitätssuche zu tun.

00:32:52: natürlich also geradebei Popatierenden wissen wir ja, dass sie auf der Suche nach Identität sind.

00:32:59: Wo gehören wir hin?

00:32:59: Wo gehöre ich hin?

00:33:00: Was bin ich?

00:33:01: Wer bin ich und wer will ich

00:33:04: sein?".

00:33:05: Und bei all dem wie sich jetzt gerade unsere Welt verändert und auch was in Sachen Islam so passiert erleben junge Menschen das Thema Islam debattiert diskutiert wird und wollen sich auch zugehörig fühlen.

00:33:21: Sie wollen sich platzieren!

00:33:24: Teil dessen sein, was sie sich als Identität auch gerne vorstellen oder wo sie ihre Identität platzieren.

00:33:33: Und wenn diese jungen Menschen dann entsprechend angesprochen werden von Gruppierungen die sagen ich sehe dich komplett in all dem was du bist Ich weiß was du brauchst Du willst gesehen werden und Ich habe eine Idee, ich weiß was du brauchen könntest um ein guter Muslim zu sein.

00:33:57: Und hier biete ich dir Unterstützung an.

00:34:00: also sie machen einen Angebot den jungen Menschen und die Angebote die sie machen scheinen attraktiv zu sein.

00:34:09: Also das machen Sie richtig!

00:34:11: Sie kümmern sich um die jungen.

00:34:14: Und das wäre meine Kritik auch an alle, diejenigen, die einfach nur schreien.

00:34:19: Oh, Hilfe!

00:34:20: Da sind Islamisten, da sind Salafisten und der politische Islam.

00:34:25: Die sind alle so ganz böse.

00:34:26: Die rechtsradikalischen Migranten sind alle ganz bösen.

00:34:31: Die nehmen uns unsere Jugend weg.

00:34:33: also die kritisiere ich weil was machen sie?

00:34:38: nicht irgendwie was weg in dem Sinne, dass sie jetzt nicht mehr eure Kinder sind oder dass die nicht mehr ihre Schüler oder Schülerinnen sind.

00:34:47: Ihr kümmert euch nicht!

00:34:48: Also wenn man sich nicht kümmart um eine bestimmte Gruppe und diese Gruppe fühlt sich von bestimmten anderen Organisationen, Institutionen angesprochen und fühlt es sich da auch gesehen dann ist es doch kein Wunder, dass sie sich dahin bewegen.

00:35:05: Und deshalb ist das glaube ich eher die Verantwortung derjenigen, die das zu sehr kritisieren und selber nicht aktiv sind und sich nicht kümmern um die Jugend.

00:35:13: So passiert es, dass Sie großen Erfolg haben weil Sie auch sehr populistisch agieren.

00:35:19: Das heißt mit ganz einfachen Antworten auf diese komplizierte Frage der Identität gehen Sie auf die jungen Menschen zu und sagen Guck mal, das ist so ganz einfach!

00:35:29: Deutschland erlebst du als Moslem und Migrant Rassismus.

00:35:34: Du erlebst hier Rassismus, weil du wirst abgelehnt als Moslemmen und als Türke, als Araber, als Nordafrikaner, als Schwarzermensch... Du wirst abgelähnt!

00:35:46: Also du werst abgelehnd?

00:35:49: Weil die Deutschen das wird verallgemeinert.

00:35:52: Deutschland ist rassistisch und die wollen dich nicht.

00:35:55: Aber wir geben dir Stärke Rückgrat und Rückendeckung, wir verteidigen dich.

00:36:01: Wir verteidigend dich als Moslem, wir verteidigen Dich als Araber, als Syrer, Iraker, Türke – und wir stehen hinter dir!

00:36:08: Und du darfst stolz sein auf das was Du bist.

00:36:11: Sie geben Ihnen eine Identität, sie geben Ihnen ganz klare Identität.

00:36:15: Das ist die Identitätspolitik, die die gut betreiben auf sehr minimalistische Art und Weise.

00:36:21: Du musst gar nicht großartig philosophieren.

00:36:23: Du muss diesen jungen Menschen keine Philosophen nahebringen, wie Ibn Ruhcht.

00:36:29: Also wir machen das indem wir zum Beispiel... also unsere Arbeit in dem wir den Moschee habe ich Ibn-Ruhcht-Mosche genannt und wir betragen viel vor über die Philosophe, über islamische muslimische Aufklärung im Islam

00:36:44: etc.,

00:36:45: dass ist kompliziert.

00:36:46: Die jungen Menschen brauchen natürlich etwas einfacheres.

00:36:50: Oder es sind eben die jungen Menschen, die so ein bisschen reflektierter sind und sich nicht abholen lassen von Radikalen.

00:36:58: Die kommen dann zu uns.

00:37:00: Und das ist etwas komplizierter.

00:37:03: Deshalb haben wir glaube ich als liberale Muslime auch viel schwerer weil wir keine einfachen Antworten geben.

00:37:11: Wir sagen denen nicht Das ist eine Identität.

00:37:14: Ich sage keinem jungen menschen dass Gesamtdeutschland und alle Deutschen rassistisch sind.

00:37:21: Also so einfach ist das nicht, es würde ich niemals aussprechen.

00:37:25: aber bei den TikTok-Immarmen hört man das ja teilweise.

00:37:28: und all diese Hijabi-Salafistinnen haben ein unfassbar enges Weltbild Frauenbild, Männerbild, Familienbild Und in dieser vereinfachten Form erreichen sie im Massen.

00:37:44: Siehst du das in der breiteren Gesellschaft auch?

00:37:47: Also wir sehen ja, dass junge Menschen immer mehr politische Randparteien wählen.

00:37:52: Ich möchte jetzt nicht Linke und konservative Position insgesamt über einen Kamm scheren mit dem Salafismus vergleichen aber wie sehen er trotzdem irgendwie eine Bewegung an die Ränder?

00:38:03: Findest du diese Entwicklung in der muslimischen Community wo junge Menschen sich durch Islamismus immer mehr angesprochen fühlen, vergleichbar mit der Mehrheitsgesellschaft die sich nach rechts und links bewegt?

00:38:17: Ich würde das auf jeden Fall vergleichen.

00:38:19: Und ich hätte keine Scheu davor.

00:38:21: Ich würde es tatsächlich auch sogar sehr identisch sehen also dass was im Islamismus passiert ist eine Form von Extremismus identisch ist mit dem Restextremismus und Linksextremismus teilweise.

00:38:38: Das ist nämlich der Islamismus, der in seiner Denkweise als ein totalitäres Herrschaftssystem eine totalitäre Ideologie.

00:38:46: Als Ideologie ist sie absolut identisch.

00:38:49: Deshalb hätte ich da keine Scheu, das zu vergleichen.

00:38:52: Alles was die Salafisten machen, ist teilweise nichts anderes als das, was wir sehr verkürzt und populistisch von linksextremen oder rechtsextreme hören.

00:39:03: Deren Welt ist so einfach gestreckt im Sinne von also die Einkämpfen gegen Kapitalismus.

00:39:09: Die Reichen sind an allem Schuld, bei den anderen sind es die Juden, die an allem schuld sind, bei denen anderen sind die Christen nicht-Muslime an allem Schuld und Rechtsextremisten sind nur die Migranten, dann sind es mal auch nur die Roten.

00:39:27: Die Sozialisten und die Kommunisten immer in dieser Vereinfachung.

00:39:31: Da sind sie sich sehr identisch.

00:39:34: Insgesamt auch häufig antisemitisch.

00:39:37: alle drei Gruppen.

00:39:37: Und

00:39:38: interessanterweise alle drei Groupen extrem antisemitische?

00:39:44: Es sind ja im Kern antidemokratische Gruppierungen, die Menschen ihre Meinung absprechen wollen oder diktieren wollen eher gesagt.

00:39:55: Sie wollen häufig diktiert als ob es jetzt linkssextreme, rechtssextrime oder Islamisten sind wie jemand zu denken hat.

00:40:03: ich habe letztens ein Video gesehen in den sozialen Netzwerken hatte sehr viele Likes.

00:40:07: da war eine Person und sie hat bis über die politische Mitte hergezogen.

00:40:13: das hat mich verwundert.

00:40:15: Die Person hat gesagt Die Rechtsextremen, ich mache es jetzt vereinfacht und sinngemäß.

00:40:21: Die wollen ethnische Gruppen vernichten und die Linken, die wollen eigentlich nur Reiche besteuern.

00:40:30: Und dann spielte er schauspielerisch die politische Mitte und sagt Ich sehe keinen Unterschied.

00:40:37: Also die Mitte würde den Unterschied zwischen link- und links-und rechtsextrem nicht sehen obwohl die einen Völkermord begehen wollen und die anderen ja nur besteuern wollen.

00:40:47: Ja, dann weiß ich nicht ob das jemand die Mitte beschrieben hat.

00:40:51: Ich würde sagen dass dieser Mensch sich selbst geoutet als links wenn er sagt naja die Linken wollen ja nur die Reichen besteueren?

00:41:00: Ich finde in dem Moment hat man sehr klar gesehen.

00:41:03: aber wenn alles rechts von der linken

00:41:05: illegitim

00:41:07: ist Dann ist es ja schon ein Beweis davon dass diese Person antidemokratisch denkt.

00:41:13: Absolut, ja.

00:41:14: Das ist das Problem glaube ich was ich häufig sehe dass linke Gruppen und ich bin selber würde ich mich als links beschreiben keine Selbstkritik üben können nicht sehen können häufig dass ihre Art und Weise sich auszudrücken ja schon antidemokratisch ist.

00:41:31: Ich finde ich fühle mich an Tischen sehr wohl wo ich mit linken und konservativen sitze.

00:41:35: deshalb freue ich mich auf unsere Veranstaltung im Beisel am neunten sechsten Linke und Konservative gemeinsam an einem Tisch sitzen.

00:41:44: Das ist ein Ort, wo auch mal eine Person von der Konrad-Adenauer Stiftung hinkommen kann, obwohl es ein linker Ort ist.

00:41:50: Und das schätzt sich ja so sehr in der Demokratie, dass wir da unsere Meinung austauschen können.

00:41:54: Aber jetzt habe ich einen kleinen Exkurs gemacht!

00:41:56: Aber es ist doch genau richtig, finde ich genau richtig an dieser Stelle diesen Exkruß zu machen... Denn darum geht es mir auch.

00:42:04: Deshalb habe ich das auch so kommentiert, dass ich gesagt habe aber dieser Kommentar der kommt mir so vor als ob die Person, die das so jetzt bewertet hat, dass die Mitte das alles nicht sieht?

00:42:14: Nein im Gegenteil!

00:42:15: Ich denke mal, dass Menschen, die wirklich in einer liberalen Mitte sind sehen genau das, sehr annähern.

00:42:23: Wir kennen ja das Wuffereisen-Prinzip, dass am Ende die Extremisten dann sich sehr viel näher sind als eben die liberale Mitte das ist und in der liberalen Mitte im Grunde die Hoffnung ist weil sie akzeptiert, die Ränder so lange sie verfassungsgemäß sind, am Ende des Tages nicht diesen ganzen Staat auflösen wollen

00:42:46: usw.,

00:42:47: akzeptieren das als Demokrat.

00:42:49: also wenn du demokratin bist Bist du doch genau für diese Vielfalt?

00:42:54: Wie kann es sein, dass in einem Bezirk wie Kreuzberg oder Neukölln dauernd behauptet wird.

00:43:00: Gerade unser Bezirk ist vielfältig und unsere Plakate im Islam werden besonders dort beschädigt.

00:43:06: Und das gibt keinen Aufschrei!

00:43:08: Also wieso schreit ihr denn nicht auf, dass Plakade von liberalen Muslimen und Vielfalten im Islam wird abgebildet, dass das beschädt wird?

00:43:16: Da gibt's keinen Aufschrei... Ja, weil das wiederum nicht in dieses linksextreme Bild reinpasst.

00:43:23: Man will Muslime nicht provozieren und beim Islamisch man sich da gar nicht ein.

00:43:28: Also die stecken da so fest in ihrer Ideologie.

00:43:31: Das ist alles ideologisiert.

00:43:33: Und alles was nicht links ist, ist nicht demokratisch!

00:43:38: Und alles was nicht richtig links ist.

00:43:41: Weil ein

00:43:41: Klaus Lederer ist ja ein Linker, ein Martin Hickel ist links.

00:43:46: Beide Links von der Mitte sind absolut demokratisch und würden Menschen nicht aufgrund ihrer... demokratisch legitim in Meinungen verteufeln, genauso wie rechts von der Mitte.

00:43:55: Eine Person wie Kai Wegner, der regierende Bürgermeister Berlins aber auch andere CDU-Mitglieder Stefan Evers und so weiter sind rechts.

00:44:04: Aber sie

00:44:06: sind

00:44:06: konservative Menschenrechtsvon der Mitte.

00:44:09: Das ist

00:44:10: ganz spannend.

00:44:10: an dieser Stelle auch nochmal tatsächlich dass du ja auch sagst das du links Und ich merke, dass so viele Menschen – ich habe das neulich auch in einem Gespräch wieder gehabt.

00:44:24: Na ja wir werden ja rechtsverordert und dann sagt er diese Person und eigentlich sind wir links.

00:44:29: Ich sage das nicht mehr!

00:44:30: Also ich hab die Nase voll, dass ich Leuten erklären muss, dass sich hier eigentlich aus der linken Ecke komme.

00:44:36: Wir sind ständig in dieser Rechtfertigungsschleife.

00:44:41: Das will ich gar nicht mehr.

00:44:43: Auch nicht.

00:44:44: trotzdem bin ich in einer Situation weil es Leute gibt da draußen Die sagen Cédan Attich, die ist doch rechts.

00:44:50: Die ist doch Rechts von rechts und gehört doch zu der rechten Partei oder was auch immer.

00:44:57: Und zwar irritiert mich das sehr und bringt mich zu dem Schluss wenn ich so zurückblicke und auch was ich berichtet habe aus den Achtzigerjahren mein Herz und meinen innerer Kompass ist nach wie vor am rechten Platz am rechten Platz, nämlich links oder in der Mitte und liberal und demokratisch.

00:45:21: Und wenn manche Dinge inzwischen in meinem Leben oder meine Einstellung konservativ sind dann stelle ich fest... dass eben auch was mit Alter, mit Erfahrung und Veränderung der Gesellschaft zu tun hat.

00:45:33: Und das tatsächlich menschen je älter sie wären konservativer werden.

00:45:37: wir kennen doch den Spruch werden mit zwanzig nicht kommunistes hat kein Herz und wer das mit vierzig noch ist hat keinen verstand.

00:45:44: also es ja nun auch nicht so ganz ungerechtfertigt das zu sagen.

00:45:50: deshalb würde ich doch am ende das sozusagen passen.

00:45:54: so viele, die sich gerade auch in den sozialen Medien als links bezeichnen für mich sehr extremistisch eben sind mit einem verengten Weltbild und politischem Denken dass diese Leute für mich eher wenig mit links zu tun haben.

00:46:09: Und es ist sogar nichts mit Demokratie.

00:46:13: Also deren Demokratieverständnis ist antidemokratisch.

00:46:17: genauso ist das bei den Rechtsextremisten und genau so ist es bei den Islamisten.

00:46:22: Da fehlt manchen in der Mitte vielleicht eher der politische Verstand, dass sie übersehen das Islamismus auch Extremismus ist und dass es rechtsradikale Gedanken gut in sich trägt.

00:46:39: Ja, absolut.

00:46:40: Also gerade wenn es um... ich weiß nicht am besten, denn wir hier in dem Rahmen jetzt keine Namen, aber Verbände mit denen die Politik, die demokratischen Akteure ja zusammenarbeiten sind ja häufig absolut antidemokratisch.

00:46:56: also wenn's jetzt um einige welche auch immer türkische Verbände geht, die von einer Regierung aus der Türkei gegründet werden, aus der Türkiye gelenkt werden.

00:47:06: Eine klare türkische Agenda haben also die Agenda der türkischen Regierungen.

00:47:10: Ich würde

00:47:10: sagen eine aktuellen mit der Politik...

00:47:14: Der aktuelle Regierung?

00:47:16: ...der aktuellen Regierung weil steht diese Person ständig für die Türkeis.

00:47:20: Ja

00:47:21: absolut ja.

00:47:24: und deshalb ja weiter.

00:47:25: also beschreibt das gerne weiter.

00:47:30: Das war es eigentlich schon nicht.

00:47:31: Ich habe ein großes Unverständnis dafür, dass demokratische Menschen mit antidemokratischen Organisationen zusammenarbeiten, keine sogenannte Brandmauer ziehen können während sie sehr erfolgreich darin sind meistens eine Brandmower nach rechts zu haben.

00:47:47: Nach rechts sage ich jetzt.

00:47:49: aber eigentlich ist der Islamismus eine rechte Ideologie.

00:47:54: auch die türkische Version ist rechtsextrem einerseits türkisch nationalistisch, andererseits islamistisch.

00:48:02: Die aktuelle Regierung der Türkei fördert islamystische Gruppierungen weltweit.

00:48:08: Da müsste es eigentlich auch eine Klarheit geben – die gibt's aber nicht!

00:48:11: Wir waren vorhin schon dabei, dass du ... Du wurdest in den Achtzigern angeschossen dafür das du dich für Frauen eingesetzt hast, türkische kurdische Frauen In Kreuzberg, du hast dich in den Nullerjahren eingesetzt für den Straftatbestand Zwangs-Ehe.

00:48:29: Vergewaltigung in der Ehe.

00:48:31: Gerade beim Thema Zwangsehe wurdest du ja massiv öffentlich ... Ja man kann schon sagen verfolgt auch von türkischen Medien und seit Jahrzehntausend sechs das ist dieser zeitliche Rahmen stehst du unter ständigem Polizeischutz Personenschutz

00:48:49: Ja, was soll ich dazu sagen?

00:48:51: Also es ist tatsächlich tragisch.

00:48:55: Wenn man gegen Zwangsfeierattung kämpft und solche Anfreindungen erlebt das war eine sehr betritt Zeit Und im Grunde genommen wenn ich jetzt so zurückblicke auf die zwanzig Jahre sind ja jetzt schon fast zwanzich Jahre Dann kann Ich nur sagen dass sich die Situation wirklich verschlimmert hat und und dass gerade in diesem Feld also Meine Intention immer war, zu sagen hier haben wir rechtsextremes Gedankengut und wir haben hier Faschisten innerhalb der Migranten-Community die aktiv sind.

00:49:30: Und es bleibt dabei also das sind wirklich Extremisten mit denen wir's zu tun haben.

00:49:34: oder eine Person wie ich wird von Extremisten, von türkischen, von migrantischen Extremisten angefeindet.

00:49:42: Dafür habe ich den Personenschutz nicht, weil irgendwelche weißen deutschen Rechten mich bedrohen.

00:49:48: Ich werde ja ausschließlich aus der muslimischen, aus dem migrantischen Community angegriffen, weil ich innerhalb dieser Community auf demokratiefeindliches, frauenfeindliche, LGBT-feindliches und so weiter menschenverachtendes Hinweise... Das ist mehr als absurd!

00:50:07: Also das ist mit linkem Denken überhaupt nicht vereinbar.

00:50:11: Exakt aus dem linken Milieu kommen dann auch noch die Anfeindungen.

00:50:16: Warum kommen sie?

00:50:18: Weil diese Leute der Ansicht sind, dass ich mit meinem Verhalten wiederum Rechtsextremer bediene.

00:50:24: Also diese ...

00:50:25: Dabei bedienen Sie ja die Rechtsextremen sehr

00:50:30: viel mehr in der migrantischen Community.

00:50:34: Genau!

00:50:36: Ach ja es ist zum Mäusemelken.

00:50:37: am Ende sag' ich machen wir Ein Appell oder würde ich sehr gerne einen Appell richten an alle Menschen, die einigermaßen noch bei Vernunft sind.

00:50:48: Genau hinzuschauen sich in den sozialen Medien vor allem genau anzusehen wie radikal und demokratiefeindlich und auch menschenverachtend.

00:51:02: Sich Islamisten äußern, Linksextreme äußeren und Rechtsextremen.

00:51:06: wir müssen allen Extremismus gleichermaßen bekämpfen.

00:51:12: Das war eine wunderbare Antwort, ein wunderbares Schlusswort.

00:51:15: Meine Frage wäre jetzt nämlich gewesen was rätst du den Jüngeren?

00:51:18: Genau das.

00:51:19: Genau das rätste den jüngeren.

00:51:20: ich glaube das ist ein guter Rat und dann würde ich dir danken dass Du dir Zeit genommen hast für diese erste Folge.

00:51:29: es werden auch viele mehr folgen folgen.

00:51:33: Meistens mit mir als Host, aber auch mit dir als Host und anderen.

00:51:38: Deswegen bleibt dabei Danke dass du da warst.

00:51:42: Schreibt uns gerne.

00:51:43: Schreibt uns sehr gerne wen ihr jetzt Gast hättet.

00:51:46: Genau!

00:51:46: Und Themen?

00:51:47: Themen

00:51:48: zum Thema Radikalisierung in sozialen Medien oder aber auch die Themenaufgreifen die wir heute besprochen haben.

00:51:56: Sehr gerne und ich sage mal Tschüss.

00:51:59: Ciao.

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